Wort für Wort fließt aus mir raus.

Manchmal muss man manche Dinge eben einfach so hinnehmen, wie sie sind. Aber was passiert, wenn noch viel mehr dahinter steckt, als man glaubt? So viel mehr, dass du die Realität aus den Augen verlierst und dich unbemerkt in der Welt verirrst und nicht mehr zurück findest, wie ein trauriger Engel, der mit gebrochenen Flügeln versucht durch die Luft zu fliegen und sich immer weiter von den anderen entfernt. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass nicht deine Flügel, sondern dein Herz in Trümmern liegt. Weil einfach zu viel passiert ist. Doch vielleicht muss es so sein. Sonst gäbe es ja überall nur Gedränge und Stau, wenn kein einziger Mensch von seinem Weg abkommen würde. Irgendwann wären alle Straßen so überfüllt von glücklichen Menschen, dass jeder nur noch um seinen eigenen Platz kämpft, um die eigene Existenz, um ein schönes Leben.

Und das Atmen fällt mir ach so schwer.


Es ist 23:42 Uhr. Ich wollte eigentlich schon längst schlafen, um mir einen normalen Schlafrhythmus anzugewöhnen und so. Aber irgendwie kann ich überhaupt nicht schlafen. Stattdessen sitze ich hier in meinem Bett, höre ein bisschen Musik und frage mich ein paar Dinge, die ich einfach nicht verstehe. Und finde trotz intensivem Nachdenken keine Antworten. Warum auch immer. Manchmal existieren einfach keine passenden Antworten für bestimmte Fragen, die man sich im Laufe seines Lebens eben stellt. Okay, Schluss damit. Ich werde jetzt versuchen zu schlafen. In 6 Stunden klingelt der Wecker. Ich will nicht. Ich kann nicht.

Somewhere deep inside, you must know I miss you.



Ich würde mich jetzt am liebsten in mein Bett legen und 100 Jahren schlafen, wie Dornröschen. Heute war der erste Schultag und mir reicht es jetzt schon wieder. Der beschissenste Stundenplan, den wir je hatten. - Von den Lehrern her. Aber okay, dann werde ich eben nur noch pausenlos lernen und keine Zeit mehr für mich haben. Macht ja nichts. Nein, überhaupt nicht. Bin ja nur ich. Unwichtig. Das wird Stress pur.

I want to be missed by somebody good



Ihr möchtet wissen, wie ich lebe? Wirklich? Na gut, ihr habt es so gewollt. Vielleicht weiß der ein oder andere, dass ich eine kleine Einzelgängerin bin. Ich treffe mich nur ganz selten mit Freunden, weil es mir sonst alles zu viel wird. Ich brauche einfach Zeit, um mich intensiv um mein Leben zu kümmern. Denn wenn mir diese Zeit fehlt, habe ich das Gefühl, ich lebe nicht richtig und verpasse etwas wichtiges. Versteht ihr das? Vermutlich nicht, weil man es nur verstehen und nachvollziehen kann, wenn man selbst so ist. Aber vielleicht kann man es sich vorstellen, wenn man es versucht. Naja, meine Familie ist auf jeden Fall das krasse Gegenteil von mir. Wirklich jeder von ihnen geht ständig aus und muss auch überall dabei sein. Nur ich nicht. Und genau deshalb, weil meine Familie eben so ist wie sie ist, kann sie es einfach nicht verstehen, warum ich nicht gerne unter Menschen bin. Weshalb ich es absolut nicht ausstehen kann, auf Partys oder sonst wohin zu gehen. Dieser ganze sinnlose Kram interessiert mich einfach nicht. Wisst ihr, wie sehr es mir auf die Nerven geht, dass es gewisse Menschen einfach nicht verstehen wollen, dass ich eben anders bin? Innerlich lache ich schon darüber. Weil ich mich kenne. Weil ich weiß wie es ist, mein Leben zu leben. Es ist nicht immer leicht, wenn andere Mensche einen nicht verstehen können. Aber ich versuche es so gut es geht zu ignorieren. Denn eigentlich wissen diese Menschen nichts über mich und mein Leben. Sie wissen nicht, wer ich bin und was ich mache, wenn ich alleine in meinem Zimmer bin. Man denkt, ich wäre langweilig. Man denkt, ich bin eine kleine Streberin, die entweder nur über ihren Büchern sitzt oder am Laptop die Zeit verschwendet. Nur weil ich gerne neue Dinge dazu lerne? Es macht mir Spaß, verschiedene Fachbücher zu lesen oder abends zum Einschlafen eine Dokumentation über das Weltall, über Ameisen oder über sonstige interessante Themen zu schauen. Wisst ihr eigentlich, wie faszinierend diese Welt ist? Ich habe das Gefühl, dass es die meisten gar nicht so wirklich interessiert. Aber ich muss echt jedes mal erneut darüber staunen und nachdenken. Aber das ist jetzt ein anderes Thema. Ich bin wie ich bin. Und das finde ich inzwischen okay so. Manchmal wünsche ich mir, einfach ein ganz normales Mädchen zu sein, das sich nach der Schule mit Freunden trifft und abends mal weggeht. Aber irgendwas in mir drin ruft sofort "Stopp, hör auf" und hinterlässt ein komisches Gefühl, wenn ich daran denke. Das bin nun mal ich und wer mich nicht versteht, hat nichts in meinem Leben verloren!

E i n z e l g ä n g e r (wikipedia) | Als Einzelgänger werden Individuen einer Gemeinschaft bezeichnet, die ihre eigenen Wege gehen, das heißt, die inmitten dicht geknüpfter sozialer Netzwerke wenige bis gar keine Interaktionen mit Anderen pflegen. Da zahlreiche soziale Kontakte in Gemeinschaften als "selbstverständlich" gelten, erwecken die Einzelgänger Befremden, das sich je nach der Mentalität der Gemeinschaft unterschiedlich äußern kann, etwa in Argwohn oder Scheu.

And everytime I try to fly I fall without my wings



Nimm meine Hand und lass uns einen unbekannten Ort finden, an dem wir uns gemeinsam verlieren. Freiheit und Leben, mehr brauchen wir nicht. Wir lassen uns treiben von den Schwingungen unserer Liebe, die in unserem Herzen gewaltig für Verwirrung sorgt. Wir leben von einander, tanzen bis in die Unendlichkeit durch die Nacht, reißen die Weltherrschaft an uns und brechen dann in lautes Gelächter aus, damit die ganze Welt davon erfährt. Wir klettern auf einen Baum, bis wir seinen höchsten Punkt erreicht haben und genießen den fantastischen Ausblick, der vor unseren Augen liegt. Ich lache, weil alles so verrückt erscheint. Doch dann schaue ich dich an, irgendwas stimmt nicht. Du blickst nichtssagend durch mich hindurch, als gäbe es mich gar nicht mehr. Langsam berühre ich deine Schultern und schüttel dich kräftig durch. Doch dein durchdringender Blick bleibt. Plötzlich verblasst dein Gesicht, dein Körper, bis nichts mehr davon übrig bleibt. Alles weg. Du hast dich in Luft aufgelöst. Ohne irgendein leises Wörtchen. Und ohne Vorwarnung. Einfach so.

A million stories that made up a million shattered dreams




Ich will für immer Ferien haben. Ich will wieder zurück.
« »