Ich lebe von alten, verstaubten Erinnerungen.

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Alte Tagebucheinträge lesen, sich an früher erinnern, ein bisschen nachdenken, lachen, weinen und nicht mehr damit aufhören.

No one knows what its like to feel these feelings

Lieber Selbsthass,

ich weiß, du willst gar nicht wissen, was ich dir nun zu sagen habe, da du sowieso nicht auf mich hören wirst und dein eigenes Ding durchziehst, aber vielleicht nimmst du dir doch ein klein wenig Zeit, um diesen Text zu lesen und vielleicht auch über dein furchtbar ignorantes Verhalten nachzudenken. Denn ich habe lange genug mit angesehen, was du mit den Menschen um dich herum machst. Wie du sie quälst, sie folterst, sie zu Boden reißt, auf sie spuckst und auf ihnen herum trampelst, als wolltest du gerade eben nur mal eine Zigarette austreten. Irgendwann ist Schluss, Freundchen. Es geht nicht mehr. Du kannst so nicht mehr weiter machen. Oder findest du es wirklich okay, mir ständig diese hasserfüllten Wörter zu zuflüstern, die mir immer wieder sagen, dass ich auf dieser Welt nichts mehr verloren habe? Findest du das etwa okay? Mir das Gefühl zu geben, ein Niemand zu sein? Ja? Oh Gott, du bist einfach nur erbärmlich. Ja, genau, das bist du! Ein kleines, eiskaltes Etwas ohne Liebe, ohne Gefühle und ohne Herz. Kein Wunder, dass dich niemand leiden kann, so wie du dich verhältst.

Du hast dich damals einfach so in mein Herz geschlichen, ohne vorher anzuklopfen und mich um Erlaubnis zu fragen. Hast es mit schwarzem, giftigem Rauch umhüllt, und so versteinert und gefesselt, dass es aufgehört hat zu atmen. Und ich konnte nichts dagegen tun, egal, wie sehr ich mich auch gegen dich und deinen unsichtbaren Schatten gewehrt habe. Denn du bist so viel stärker und so viel mächtiger als ich, dass ich einfach keine Kontrolle über dich und deine schrecklichen Gedanken habe. Gegen dich bin ich vollkommen machtlos. Doch eines hast du nicht bedacht : Äußerlich mag mein Herz vielleicht versteinert und leblos wirken, doch innen drin sprüht es nur so vor Leben und Leichtigkeit. Und irgendwann wird der Tag kommen, an dem ich es schaffen werde, die Mauer meines Herzens zu durchbrechen und es von deinen widerlichen Klauen zu befreien. Denn es ist noch nicht tot, auch wenn du es gerne so hättest. Nein, es ist lebendiger als je zuvor.

Aber was habe ich dir eigentlich getan, dass du mich so sehr hasst und verachtest? Bin ich in deinen Augen denn wirklich so ein schlechter Mensch, dass ich das alles einfach verdient habe? Ist es das, ja? Ist das der Grund, weshalb du so zu mir bist? Oder macht es dir einfach nur Spaß, Menschen leiden zu sehen, egal, wie gut oder böse sie sind? Wer bist du, und was willst du von mir? Lass mich doch einfach in Ruhe! Denn jetzt ist endgültig Schluss. Verschwinde doch einfach aus meinem Kopf, meinem Herzen und meinem Leben. Und zwar für immer. Ich brauche dich nicht. Denn alles, was du mir zuflüsterst, entspricht in keinster Weise der Realität. Ich war bisher immer so dumm und naiv gewesen, dass ich alles glaubte, was du mir gesagt hast. Ich habe dir tatsächlich geglaubt, dass ich ein Niemand bin. Dass ich nichts kann. Dass ich zu dumm für diese Welt bin. Dass ich es verdient habe, von dir gehasst zu werden. Aber weißt du was? Das ist nicht wahr. Alles nur gelogen. Denn ich bin alles andere als wertlos. Ich will leben, ich will lachen, und ich will frei sein. Du hast hier nichts mehr verloren.

Für immer, Paulina

Everything you are running away from is in your head.

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Niemals gut genug sein. Niemals den eigenen Erwartungen gerecht werden. Niemals zufrieden mit sich und seiner Leistung sein. Denn es geht immer noch ein Stückchen besser, auch wenn du ganz genau weißt, dass du dein Bestes gegeben hast. Menschen sind nun mal nicht perfekt. Und werden es auch niemals sein. Doch warum ist es so schwer das einfach mal zu akzeptieren?

Selbsthass, mach mir doch gleich einen Heiratsantrag.

Ich will morgen nicht wieder in diese beschissene Schule gehen, in dieses Gefängnis voller Idioten, in dem ich nichts anderes lerne, 
als mich selbst für meine Fehler zu hassen. Überall Menschen, die ich nicht sehen möchte. Und Lehrer, die selbst keine Ahnung vom Leben haben 
und dennoch glauben, sie könnten mir etwas davon erzählen. Ich hasse das alles so sehr, dass ich am liebsten sofort meine Sachen packen und 
abhauen würde. Weit weg von dem Druck, dem Selbsthass und dem kalten Gefühl, ersticken zu müssen. Ich. will. nicht.

Das Leben ist beschissen. Und dann stirbt man.

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Ich hätte dich damals wirklich gebraucht, weißt du. Und du hättest mich mindestens genauso sehr gebraucht, ich weiß. Doch wir haben einfach nicht verstanden, was der andere uns mit seinem stillen Schweigen erzählen möchte. Damals wussten wir noch nicht, wie mächtig das Schweigen eines Menschen sein kann und, dass es manchmal mehr ausdrücken kann, als alle Sprachen dieser Erde. Wir wussten einfach noch nicht, wie diese seltsame Welt hier funktioniert, in der wir gezwungen waren zu leben. Deshalb erschufen wir uns unsere eigene. Ohne all' diese vielen Menschen, ohne Leid, und ohne Probleme. Wir hielten zusammen, wir beide gegen den Rest der Welt. Hm, wie schön wir es doch hatten. Und dennoch liefen wir blind aneinander vorbei und merkten nicht einmal, wie unsere kleine Welt allmählich in tausend Teile zersprang und wir uns immer weiter voneinander entfernt haben, bis irgendwann nur noch leere Blicke unsere leblosen Herzen streiften. So lebten wir eine Weile nebeneinander her, ohne zu bemerken, dass wir uns bereits schon längst verloren haben. Dunkle Gewitterwolken zogen auf einmal auf, Regen prasselte auf uns herab und wischte unsere glitzernden Tränen weg. Hand in Hand gingen wir ein letztes Mal durch die dunklen Straßen, erinnerten uns ein letztes Mal an unsere gemeinsame Vergangenheit, umarmten uns ein letztes Mal und plötzlich warst du nicht mehr da. Du hast dich einfach so in Luft aufgelöst, ohne dich vorher noch ein letztes Mal von mir zu verabschieden. Ich sah mich nach allen Seiten um, rief deinen Namen, doch meine Schreie erreichten dich nicht mehr. Verzweifelt rannte ich in alle Richtungen, immer wieder deinen Namen schreiend, doch ich konnte dich nicht mehr finden. Da stand ich nun, mitten im Regen, umgeben von eisiger Finsternis, zitternd, einsam und verlassen. Du hast mich einfach so alleine gelassen. Doch auch ich konnte dich nicht festhalten, egal, wie kräftig ich auch an deinen starren Händen zog. Wir haben uns verloren. Einfach so. Langsam und unaufhaltsam. Das war unser Untergang.

Vielleicht wäre auch alles ganz anders gekommen, wenn wir nicht so dumm und naiv gewesen wären. Doch diese Erkenntnis nützt uns heute auch nichts mehr. Denn wir hätten es damals wissen müssen. Wir hätten von Anfang an wissen müssen, was mit uns geschehen wird. Dann hätten wir dagegen ankämpfen können, gegen diese dunkle Macht, die unsere Seelen verdunkelte und unsere Herzen auseinander riss. Doch als uns bewusst wurde, dass wir uns gegenseitig getötet haben, war es bereits zu spät.

Es ist so leicht, doch ich kämpfe jeden Tag dagegen an.

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Ich weiß, ich habe schon seit gefühlten 100 Jahren nichts mehr von mir hören lassen. Kein Foto, kein Text, kein gar nichts. Und auch dieses Mal dürft ihr kein großes Kunstwerk von mir erwarten. Denn dieses Bild ist langweilig² und der Text? Naja, davon möchte ich erst gar nicht anfangen. Langweiliger geht es wohl kaum. Ich würde so gerne mal wieder ein bisschen fotografieren, nachdenken und Texte schreiben, doch ich kann nicht. Denn dazu fehlt mir die Zeit. Zeit, die ich doch so dringend bräuchte. Ja, danke, liebe Schule. Danke, dass du mir mein Leben wegnimmst. Jeden Tag auf's Neue. Mag nicht jemand von euch bei meiner Schule anrufen und sich beschweren, dass sie mir gefällst mehr Zeit geben soll, damit ich wieder leben kann? Ja? Danke.

Vergessen bekommst du nicht ohne Schmerzen



Weißt du, wie es ist, wenn du nicht mehr vermissen kannst? Wenn Menschen, die du doch eigentlich so sehr zu lieben geglaubt hast, dir so gleichgültig sind, dass du dir auch ein Leben ohne sie vorstellen kannst. Weil du sie einfach nicht vermissen kannst. Du willst es, ja, mehr als alles andere, aber das reicht nicht. Auch wenn der Gedanke daran unendlich weh tut. Doch das Schlimmste daran ist, dass du keine Macht darüber hast. Du kannst nichts daran ändern. Du hast einfach Angst, jemanden an dein Herz zu lassen, da er darauf herum trampeln könnte. So lange, bis es schwer verletzt in einem Krankenwagen liegt und aufhört zu atmen.

Es gab eine Zeit, in der ich einen ganz besonderen Menschen so furchbar vermisst habe, dass es nicht mehr auszuhalten war. Ein so intensives Gefühl, das sich mit Worten einfach nicht beschreiben lässt. Aber mit der Zeit wurde es besser, denn irgendwann habe ich aufgehört ihn zu vermissen. Doch mit ihm auch alle anderen Menschen. Selbst diejenigen, die ich so sehr liebe und für immer in mein Herz geschlossen habe. Und das tut furchtbar weh. Denn nichts auf der Welt ist Schlimmer als diese eisige Leere.

I don't know where I am going, but I am on my way.

Neuanfang. Es wird Zeit einfach mal Zeit, alles hinter mir zu lassen und ganz von vorne zu beginnen, als gäbe es keine Vergangenheit mehr. Das betrifft sowohl meinen Blog als auch mein Leben. Aber den Gedanken, dass ich das alles schon so oft versucht habe und immer wieder kläglich gescheitert bin, muss ich an der Stelle wohl einfach verdrängen, auch wenn er sich ständig seinen Weg nach oben erkämpft und mich mit schmerzenden Selbstzweifeln füllt, als hätte ich es nicht anderes verdient. Und wahrscheinlich hat er auch noch Recht damit. Mein Blog hat mir schon seit einigen Wochen nicht mehr gefallen. Denn meine Texte sind nun mal nicht mehr das, was sie einmal waren. Und auch meine Bilder sind so unendlich langweilig und nichtssagend geworden, dass es fast schon weh tut. Ich weiß einfach nicht mehr, worüber ich schreiben soll. Kann man das Schreiben vielleicht verlernen? Wenn ja, dann habe ich das getan, ohne es zu wollen. Und ohne es zu merken. Ich kann es einfach nicht mehr. Alles, was ich auch anfange zu schreiben, klingt so fürchterlich falsch und unecht. Das bin doch nicht ich. Aber wer bin ich dann? Und was will ich? Ich weiß es auch nicht. Sag' du es mir. Wer bin ich?

Schreiben ist leicht, wenn man die falschen Wörter weglässt


Seit Wochen denke ich mir fast täglich : Du musst an deinem Buch weiterschreiben! Ich nehme mir ständig vor, endlich mal wieder ein paar leere Seiten mit meinen Gedanken zu füllen, und dennoch ändert sich nichts. Ideen sind genug da, das ist nicht das Problem. Ganz im Gegenteil, mein Kopf ist voll von unausgesprochenen Vorstellungen und Wortfetzen, die jetzt nur noch ihren Weg auf das weiße Papier hinter sich bringen müssen. So schwer kann das doch nicht sein, oder? Ich muss mir einfach die Zeit nehmen. Und das werde ich in den nächsten Wochen auch tun. Ich werde es durchziehen und weiter daran arbeiten. Wünscht mir viel Glück. ♥

Erkenntnis des Jahres: Schule macht traurig, krank & leer.



Durchatmen. Die 10. Klasse ist so gut wie geschafft. Es war das beschissenste Schuljahr, das ich je erlebt habe, ohne Quatsch. Scheiß Stundenplan, scheiß Lehrer, scheiß Schulaufgaben. Ich schlief in einigen Nächten nicht mehr als  vier Stunden, lag am nächsten Morgen halbtot auf meinem Tisch und träumte ununterbrochen von meinem Bett. Ja, und jetzt muss ich nur noch diesen Sozialkundetest zurückbekommen, für den ich mitten in der Nacht zu lernen angefangen und sofort wieder aufgegeben habe. Versagt, wie immer.

I can't unterstand, what the fuck is wrong with people.

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Liebe Menschheit, es ist mein Leben. Meine Welt, meine Entscheidungen, meine Fehler, meine Taten, mein Verhalten, meine Meinung, meine Erinnerungen, meine Gedanken. Alles meins. Ich will nicht nur existieren, ich will leben. Und davon wirst du mich niemals wieder abhalten können. Denn das werde ich nicht mehr zulassen. Du kannst mir nicht vorschreiben, wie ich zu leben habe. Du kannst nicht entscheiden, was gut und was schlecht für mich ist. Du kannst mir nicht sagen, dass ich schwach bin. Du kannst mir nicht das Gefühl geben, nicht hierher zu gehören. Das kannst du nicht, denn es ist mein Leben. Und ich werde aufhören, auf deine Meinung zu vertrauen. Hier und jetzt. Du wirst mir nie wieder etwas vorschreiben. Versuch' es erst gar nicht! Ich werde mein eigenes Ding durchziehen, denn du zerstörst mich nur. Und das habe ich nicht verdient, zumindest glaube ich das. Ich werde bei deinem hässlichen Maskenball nicht mehr mitspielen. Sonst bin ich irgendwann vollkommen verloren in dieser Welt voller Idioten und Unmenschen, die nur darauf aus sind, Wut und Hass zu verbreiten. Ich steig aus, ich spiele nicht mehr mit. Ich gründe meine eigene Welt, ohne dich. Du wirst mich nicht mehr verletzen, glaub mir. Diese Zeiten sind endgültig vorbei. Für immer, deine Paulina.

Es ist besser allein zu sein als in schlechter Gesellschaft




Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich auf diesen Samstag freue. Denn meine Omi fährt am Wochenende nach Belgien, um dort jemanden zu besuchen. Und ich habe mir heimlich überlegt, am Samstag in ihrem uralten Haus zu übernachten. Ganz alleine. Ich werde mir am Abend ein kleines Feuerchen in ihrem Garten machen, mich an den Teich setzen und all das machen, wozu mir sonst die Zeit fehlt. Ich werde an meinem Buch weiter schreiben, ein paar Briefchen an mich verfassen, Geschichte lernen und die Stille um mich herum genießen. Denn das sind die Momente, in denen ich endlich mal ein bisschen glücklich sein kann. Alleine sein, weg von zu Hause, weg von all diesen Menschen. Doch schade, dass es diese unbeschreiblichen Momente so selten gibt ... 

I regret that it takes a life to learn how to live.

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2 0 1 4 .   D a s   J a h r ,   i n   d e m   i c h   e n d l i c h   f r e i   s e i n   w e r d e
Vor weniger als einem Jahre hätte ich noch alles dafür gegeben, die Zeit irgendwie anhalten zu können, da die Vorstellung, erwachsen zu werden, einfach nur gruselig für mich war. Doch jetzt kann ich es gar nicht mehr abwarten, endlich ein eigenes Leben zu führen. Komplett auf mich alleine gestellt. Ich will diese beschissene Jugendzeit endlich hinter mir lassen und ein neues Leben beginnen. Ich weiß nicht, ich halte es hier einfach nicht mehr aus. Nur noch zwei Jahren, dann ist es soweit. Dann habe ich mein Abitur gemacht und werde ausziehen. Alleine sein, irgendwo, hauptsache weg von hier. Noch zwei verdammte Jahre.

I can't break away from this fire that we started



Ihr glaubt gar nicht, wie schön mein Tag heute war. Ich hatte endlich mal wieder ein paar Stunden Zeit für mich, ohne Stress, ohne Druck, ohne Schule. Ich habe mir eine Decke geschnappt und bin mit einem Buch, meinem Tagebuch und ein bisschen Musik in den Ohren zu meinem Lieblingsbaum geschlendert, um dort ein paar Stunden zu verbringen. Jetzt lese ich noch ein bisschen und warte bis es dunkel wird, damit ich ein paar Kerzen anzünden und die Stille genießen kann, bevor der Tag morgen alles wieder ruiniert.

I wish I can be the one you could be proud of

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Familienfeier. Es wird gelacht, geschrien und getrunken. Und ich sitze mitten drin. Starre still vor mich hin und beobachte schweigend diese Menschen, die anscheinend zu meiner Familie gehören. Denn wenn es nicht so wäre, würden sie ja wohl kaum hier sitzen. Alles ist prima, alles okay. Bis die Frage endlich ausgesprochen wird, auf die ich schon den ganzen Abend warte: "Warum bist du so ruhig? Sag' doch auch mal was." Ich lache. "Ach, ich bin einfach nur müde." Wie immer. Die einzige Antwort, die immer passt. Ich bin müde. Damit müssen sie sich zufrieden geben. Doch ich weiß, was sie wirklich denken. Sie glauben, ich sei die langweiligste und dümmste Person, die diesen Planeten je betreten hat. Mit so einer brauch man sich ja erst gar nicht unterhalten, die hat eh nichts zu erzählen. Als würden sie mich besser kennen als jeder andere. Sie kennen meinen Namen, mehr nicht. Für sie bin ich das langweilige Mädchen, das kaum redet und tausend Bücher liest. Mehr bin ich nicht. Wenn sie nur wüssten, was sich währenddessen alles in meinem chaotischen Kopf abspielt .. Dann würden sie kein Wort mehr darüber verlieren. Kein einziges Wort. Doch da meine Familie weder magische Fähigkeiten besitzt noch mein Tagebuch durchblättern kann, lasse ich sie im Glauben, ich sei ein bisschen verrückt im Kopf. Es ist ja auch so merkwürdig, nicht auf Partys zu gehen. Da kann man ja nur eine scheiß Langweilerin sein .. Was denn auch sonst? Menschen wie ich können ja überhaupt kein interessantes Leben führen, das ist unmöglich. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, stimmt's? Man kann's ja mal versuchen und mich vollquatschen, wie schön es doch ist, wegzugehen und unter Menschen zu sein. Bla bla bla. Sinnloses Gerede, das man sich auch ganz einfach sparen kann. Denn damit erreichst du rein gar nichts. Abgesehen davon, dass du mir das furchtbare Gefühl gibst, vollkommen wertlos zu sein. Herzlichen Dank auch.

Unsichtbar brichst du zusammen.

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Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir alles zu viel wird. Auf der einen Seite möchte ich diese verdammte Bloggerwelt und mit ihr das ganze Internet am liebsten zerreißen und erwürgen, wenn ich mal wieder zu viel Zeit damit verschwende. Doch auf der anderen Seite danke ich Gott, dass es diese virtuelle Welt überhaupt gibt. - Auch wenn ich nicht an diesen mysteriösen Typ glaube. Denn sie hilft mir, mit allem klar zu kommen und ohne sie wäre ich jetzt nicht der Mensch, der ich heute bin. Ich wäre wohl immer noch das kleine dumme Mädchen von damals, das fest davon überzeugt ist, falsch zu sein. Dank euch weiß ich, dass es nicht so ist. Denn ihr habt mir gezeigt, dass es okay ist, alleine zu sein. Ihr gebt mir das Gefühl, etwas wert zu sein, auch wenn ich selbst nicht daran glaube. Ich danke euch von ganzem Herzen, dass ich meine wirren Gedanken und meine kleine Welt mit euch teilen darf.

Doch manchmal nimmt mir das Internet alles, was ich noch habe: Meine Zeit. Und Zeit ist so wertvoll, dass eigentlich jeder von uns besonders darauf Acht geben sollte. Und dennoch verschwenden wie sie einfach so, als hätten wir genug davon. Ich will nicht mehr mit ansehen, wie jede einzelne Sekunde vor mir weg läuft. Nein, ich möchte mir ihr weglaufen. Doch ich bin ja selbst Schuld. Weshalb setze ich mich überhaupt erst vor den Laptop und beginne, einen neuen Eintrag zu schreiben? Hm, vielleicht weil ich es brauche, wie die Luft zum Atmen. Und das ist okay. Doch manchmal geht es einfach nicht mehr. Ich schreibe neue Einträge, bearbeite Bilder, beantworte eure Fragen und Nachrichten, die unendlich viel Zeit in Anspruch nehmen, und ich helfe immer, wo ich nur kann. Doch immer mehr Fragen prasseln auf mich ein und ich weiß nicht mehr, wann ich das alles schaffen soll. Ich muss mich auch um mein Leben kümmern, so gerne ich euch auch mit allem helfen möchte. Aber es geht so echt nicht mehr weiter, glaubt mir.

Dieser Druck, der auf einem lastet, nimmt einem die Lust weiterzumachen. Glaubt mir, ich war schon einige Male kurz davor, das Internet komplett aus meinem Leben zu verbannen. Doch zum Glück habe ich das nie wirklich getan, denn ihr würdet mir unheimlich fehlen. Menschen, die mich zum Nachdenken anregen, die sich mit mir austauschen und die Macht haben, mein großes Gedankenchaos in Ordnung zu bringen. & das möchte ich einfach nicht aufgeben, dafür seid ihr und das Bloggen mir viel zu wichtig.

Ich möchte weder das Internet komplett auslöschen, noch genauso weitermachen wie bisher. Es muss sich etwas ändern, sofort. Ich bin am überlegen, ob ich meinen Tutorialblog löschen soll, da es mir einfach zu viel wird, regelmäßig neue Tutorials zu verfassen, die mir unwahrscheinlich viel Zeit kosten. Und ich glaube auch nicht, dass ich weiterhin Designs zum Download anbieten werde, da es scheiße viel Aufwand ist und was ist der Dank dafür? Das Copyright wird entfernt und als eigene Arbeit ausgegeben. Und das ist wirklich nicht das, was ich eigentlich damit erreichen wollte. Ich wollte euch damit eine Freude machen, da ich weiß, dass einige sich nicht mit HTML auskennen und ich ihnen dadurch ermöglichen wollte, dennoch ein schönes Design zu besitzen. Doch das ist nicht der Hauptgrund, weshalb ich damit aufhören möchte: Meine Zeit, wie ihr euch schon denken könnt. Ich meine, was habe ich denn davon, mehrere Tage von morgens bis abends vor'm Bildschirm zu sitzen, sämtliche Codes zu durchwühlen, Rückenschmerzen zu bekommen und die Nacht durchzumachen, nur damit ihr euren Blog ein wenig aufhübschen könnt? Ich verschwende meine Zeit. Und das will ich nicht mehr. Wisst ihr, was ich in diesen vielen Stunden alles hätte machen können? Bücher lesen, Texte schreiben, über die wirklich wichtigen Dinge im Leben nachdenken, die Natur bewundern, fotografieren, mein Leben aufräumen, Dokumentationen ansehen und neues erfahren. Ich könnte jetzt so viel schlauer sein, wenn ich meine Zeit doch nur in sinnvollere Dinge investiert hätte. Aber das habe ich nicht. Und das bereue ich zu tiefst. Doch noch ist nichts verloren, denn ich werde jetzt anfangen, meine Zeit sinnvoll einzuteilen. Es gibt so viele Dinge, die ich noch lernen möchte. Doch wenn ich meine Wochenenden damit verbringe, bis nur für euch zu "arbeiten", gelingt mir das nicht. Das Leben ist verdammt kurz, und da ich gezwungen bin, dieses Leben irgendwie anzunehmen, muss ich selbst entscheiden, wie ich es gestalten und leben möchte.

Entschuldigt mich bitte, falls euch meine Gedanken ein klein wenig verdreht und durcheinander vorkommen, aber genauso sieht es in meinem Kopf aus. Ich bin wütend. Wütend auf die Welt und mich selbst, weil ich es in den letzten Jahren nicht hinbekommen habe, mein Leben zu genießen. Ich verschwende meine verdammte Zeit. Ich will das nicht mehr. Ihr fragt euch sicher, weshalb ich denn nicht einfach anfange, etwas zu ändern. Ganz einfach: Aus Angst, es nicht zu schaffen. Ich habe schon so oft versucht, mein Leben zu ordnen, mir eine feste Tagesstruktur zuzulegen und ein bisschen mehr auf mich selbst achten. Doch immer wieder bin ich gescheitert. Ja, mein Tagebuch wimmelt nur so von Einträgen über meine unendlich vielen "Neuanfänge", die bisher alle im Meer versunken sind. Doch dieser Neuanfang ist echt. Ich werde es durchziehen. Ganz bestimmt. Denn ich glaube an mich.

Dieser Blog wird weiterhin so bestehen, wie ihr ihn kennt. Mit Fotografien, Musik und seltsamen Gedanken, die ich versuche, in Worte zu fassen. Ich blogge aus Leidenschaft und nicht weil, ich viele Leser habe, die unterhalten werden möchten. Ich danke wirklich jedem einzelnen von euch, der meinen Blog liest, aber das hier ist mein Blog. Ich blogge für mich, um meinem Leben einen Sinn zu geben, um nachzudenken und mich entfalten zu können. Doch ich entscheide, wann und wie oft ich blogge, klar? Ich möchte nie wieder die Frage lesen müssen, wann denn wieder ein Eintrag kommt von mir. Ich blogge nur dann, wenn ich es möchte.

Das ist auch der Grund, weshalb man in den letzten Tagen auf formspring und auf Twitter nicht so viel von mir lesen konnte. Ich habe mich an mein Schreibtisch gesetzt, ohne Laptop, und habe ein bisschen gelernt. Und das war gut, ehrlich. Diese Welt ist so unglaublich interessant, dass ich gar nicht weiß, was ich als erstes lernen möchte. Ich habe tausend Fachbücher in meinem Regal stehen, von denen ich erst weniger als die Hälfte gelesen habe. Doch das wird nun sich ändern. Auf geht's in die Schlacht, Freunde!

P.S. Die kleine Kritik an euch, die in diesem Text zu finden ist, geht natürlich nicht an jeden von euch. Aber diejenigen, die ich damit meine, werden sich hoffentlich angesprochen fühlen, auch wenn ich das keineswegs "böse" meine. Jeder macht Fehler und denkt nicht darüber nach. Und dennoch: Ich habe die besten Leser der Welt. So, aber Schluss jetzt mit diesem wirren Gedankenchaos. 

Wenn ich fühle, dass ich lebe, will ich lauter schreien

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Wie mich diese beschissene Welt manchmal zum kotzen bringt, ehrlich. Kein Wunder, dass wir uns selbst immer weiter zerstören, wenn jeder seine Gefühle unterdrückt, um glücklich zu wirken. Bloß keine Schwäche zeigen, einfach nur stark sein. 24h am Tag. Ja, darum geht es doch hier überall. Das eigene Seelenleben spielt sich doch nur noch tief in unserem Inneren ab, still und heimlich, sodass niemand den Sturm bemerkt. Denn Schwäche wird in unserer kalten Gesellschaft natürlich nicht gerne gesehen. Pure Kontrolle, das ist alles, was zählt. Es ist ja so schrecklich und unmenschlich, vor Anderen zu weinen, ja ja. Doch keiner wehrt sich, denn es ist so einfach, allen etwas vorzuspielen. Jeder beherrscht seine Rolle so perfekt, dass keiner mehr zwischen "richtig" und "falsch" entscheiden kann. Wir packen alle Gefühle und werfen sie in unser tiefstes Gefängnis, unser Herz. Doch dort vermehren sie sich immer weiter, ohne, dass man etwas davon spürt. Aber irgendwann wird die Luft immer knapper und knapper, sodass man irgendwann daran erstickt und das Herz in tausend Stücke zerreißt. Nervenzusammenbruch.

Schluss. Aus. Ende.

Keiner darf aus der Reihe tanzen. Keiner darf anders sein. Sonst wird man auf der Stelle von der Menschheit gepackt und zu Boden gerissen. Da hält man sich doch lieber zurück und benimmt sich wie alle Andere. Egal, ob man sich damit kaputt macht oder nicht. Hauptsache nicht auffallen und Zielscheibe der Menschen werden. So sieht's doch nämlich aus. Und sowas nennt sich Freiheit? Von wegen!

There's just too much that time cannot erase



Psssssst,“ ein fernes Zischen und doch so nah, dass sie jeden einzelnen Buchstaben deutlich hören kann. Verwirrt blickt sie sich um, aber da ist niemand. Keine einzige Menschenseele. Und doch wird sie das Gefühl nicht los, beobachtet zu werden. „Ist da jemand?“, flüstert sie ängstlich in die Nacht hinein. Aber sie bekommt keine Antwort. Doch plötzlich steht er direkt hinter ihr. Sie spürt seinen eiskalten Atem auf ihrem Körper. Gänsehaut. Panik. Stille. Er legt seine schwarzen Klauen um ihren Hals und drückt kräftig zu. Er ist so unendlich stark. Stärker als alle Menschen auf der ganzen Welt zusammen. Ihr Herz beginnt zu rasen als wäre es auf der Flucht. Sie versucht seine Hände zu packen und von sich zu reißen, doch sie greift ins Leere. Denn Hass hat keine Gestalt. Er existiert nur in unseren Köpfen, in Wahrheit gibt es ihn überhaupt nicht. Und dennoch fühlen wir ihn. Wir fühlen ihn so intensiv, dass die Welt um unsverblasst. Ein so tiefer Schmerz, dass wir an nichts anderes mehr denken können. Außer daran, wie weh es tut ..

Es schreit in meinem Kopf und es hört nicht auf.

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Jeden Tag ignorieren wir, wie kaputt und zerstört diese Welt doch ist. Sie ist schon längst nicht mehr lebendig. Aber war sie das überhaupt jemals? Wozu leben wir denn überhaupt noch, wenn jeder kurz davor ist einen Krieg gegen sich selbst anzufangen? Innerlich sind wir doch sowieso schon alle völlig kalt und tot. Was ist das für eine Welt, in der man hassen muss, um zu überleben? Was ist das für eine Welt, in der man schweigend zusieht, wie sie immer weiter von Lügen erfüllt wird? Das ist doch zum kotzen.

Die Nacht schluckt jede Wahrheit vor der Tür.



Und da kriecht der Selbsthass wieder leise aus seinem schwarzen Loch heraus und jagt ihr einen ganz schönen Schrecken ein, als er sie an der Schulter antippt und sie mit einem hämischen Grinsen begrüßt. Wer hat dieses nichtssagende Gefühl denn überhaupt erfunden? Irgendein Idiot, der es wohl lustig fand, andere leiden zu sehen. Was hat er damit denn bitte bezweckt? Nichts, rein gar nichts. Alle anderen (negativen) Gefühle erfüllen doch auch irgendeinen Zwecke, nicht? Sie sollen uns beschützen, zum Beispiel. Aber was ist mit dem Selbsthass? Schützt er uns in irgendeiner Art und Weise? Nein, genau das tut er eben nicht. Ganz im Gegenteil, er reißt immer wieder alte Wunden auf und malt das Herz mit schwarzer Farbe an, bis es kalt und gefühllos erscheint. „Selbsthass, du störst. Geh, und komm am besten nie, nie, niemals wieder! Siehst du nicht, was du anrichtest?“, flüstert ihr Herz leise in die Dunkelheit. Doch es bekommt keine Antwort. Er lässt sich doch nichts von so einem dämlichen Herz sagen, das wäre ja auch noch schöner, ha! Er heftet sich dicht an ihre Fersen und folgt ihr auf Schritt und Tritt, egal welchen Weg sie auch geht. Sie versucht ihn mit ihren Händen zu packen und sich vom Leib zu reißen, doch sie greift ins Leere. Und der Selbsthass bleibt ..

How could you be so heartless?

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Ach wisst ihr, es gibt für mich nichts schöneres als nachts bei flackerndem Kerzenlicht, leiser Musik im Hintergrund und heißem Wintertee an meinem eigenen Buch weiterzuschreiben, während alle um mich herum friedlich schlafen. Diese Stille ... Ich versuche erst gar nicht, sie zu beschreiben. Denn man muss sie fühlen. Da sitze ich also nun an meinem Schreibtisch und haue wie verrückt auf die Tasten. Meine Augen wandern hin und her und folgen der Geschichte, deren Ursprung tief in meinem Inneren vergraben liegt. Ich kann eine völlig neue Welt erschaffen und ein Teil von ihr werden. Ich kann das Leben von Menschen bestimmen, wie ich es für richtig halte, ohne mit den Konsequenzen leben zu müssen. Ich kann über Dinge schreiben, die ich im realen Leben niemals laut auszusprechen wage, weil sie einfach viel zu kompliziert sind. Doch ich schreibe nicht nur die Geschichte. Ich  bin  die Geschichte.

It's so hard to find someone who cares about you.



Warum ist es nur so verdammt schwer, einfach mal glücklich zu sein? Egal, was ich auch mache, diese unheimliche Finsternis bleibt und saugt mit der Zeit  alles aus mir heraus, bis völlige Leere zurückbleibt. Hm, vielleicht habe ich es einfach nicht anders verdient...

Take another walk out of your fake world.

Vor wenigen Sekunden war ich noch fest davon überzeugt, niemals erwachsen werden zu wollen. Und jetzt kann ich es gar nicht mehr erwarten, hier auszuziehen und in einer eigenen Wohnung zu leben. Weg von zu Hause. Weg von allem. Weg von meinem alten Ich. Ganz weit weg. Ich will ein neues Leben beginnen, irgendwo, wo mich keiner kennt. Und irgendwann, wenn ich mein Studium beendet habe und arbeiten gehe, möchte ich in einem kleinen Dorf mein Leben genießen. Ohne Druck, ohne Angst, ohne Stress. Auch wenn es niemals so sein wird, da die Gesellschaft das niemals zulassen würde. Ein Leben ohne Stress, ohne Angst? Wie .. lächerlich. Hör doch auf zu träumen, Paulinchen. Das ist nicht die Realität. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. ♥

Give me just a second.



Eltern weg, Bruder weg. Und ich habe das ganze Haus für mich alleine, jippi! So laut Musik hören, wie ich es mag, ohne, dass ich jemanden damit störe. Keine nervigen "Ich-möchte-nur-schauen-was-du-gerade-machst!" Besuche der Eltern, wenn man gerade vertieft ein Buch liest oder Tagebuch schreibt und aus der Traumwelt herausgerissen wird. Heute mit guter Laune und schöner, lauter Musik die restlichen Ferien genießen. Ich werde jetzt mein Zimmer mal wieder putzen. - Ja, ich liebe aufräumen! Alle 2 Wochen werden sämtliche Regale  abgestaubt und gesäubert. Und heute ist es mal wieder soweit. Danach werde ich einen ewig langen Tagebucheintrag verfassen und einen Brief schreiben. Mit meinem neuen Füller, den ich extra für dafür gekauft habe. Schwarze Tinte, Seite für Seite, seltsame Wörter, Bilder, Wintertee und Kerzen. Herrlich! 

Wie Paulinchen ihren Silvesterabend verbracht hat


  
Ich hoffe, euch gefällt das Video. ♥
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