I want someone to be afraid of losing me.

 photo peace_zpsebde308c.jpg

Und plötzlich bist du so fucking glücklich, dass du vor lauter Glück zu weinen beginnst und am liebsten der ganzen Welt mitteilen möchtest, wie gut es dir doch geht. Dieses unbeschreibliche Gefühl, endlich wieder lachen zu können, obwohl du die Hoffnung auf ein schönes Leben schon längst aufgegeben hattest. Und wisst ihr was? Ich habe es geschafft. Nach all' den dunklen Jahren voller Traurigkeit ist mein Leben nun wieder lebenswert.

I feel like a stranger in this world

So viele Nächte ohne Schlaf. Und so viele Nächte ohne dich. Dabei wünsche ich mir so sehr, dass du jetzt bei mir wärst. Hier, neben mir. Wir würden gemeinsam in die Dunkelheit starren und uns so verdammt viel erzählen, dass eine einzige Nacht wohl niemals ausreichen würde. Wir würden über das Leben philosophieren, und vielleicht auch ein bisschen über den Tod. Wir würden über das reden, was in uns vorgeht, was wir denken, was wir fühlen. Wir können einfach so sein, wie wir sind, ohne uns verstellen zu müssen. Wir können für einen Moment unsere schweren Masken ablegen, die Tag für Tag auf unseren traurigen Gesichtern sitzen, sodass alle um uns herum glauben, dass es uns gut gehe. Damit niemand merkt, wie dunkel unser Herz in all' diesen schwarzen Jahren geworden ist. Und dann.. dann würde ich dir von den Monstern in meinem Kopf erzählen. Und du.. du würdest sie mit einem einzigen Wort für immer vertreiben. Doch dann mache ich die Augen auf.. und bin alleine. Wie jede Nacht. Wie jede verdammt Nacht, in der ich hellwach in meinem Bett liege und mir vorstelle, wie es wäre, wenn du jetzt bei mir wärst und ich dir alles über mich erzählen könnte. Alles, was ich bin. Ich bin nicht nur der Mensch, den du täglich siehst. Ich bin so viel mehr als das. Und du hast die Chance herauszufinden wer ich wirklich bin. Nutze sie. Irgendwann wird es zu spät sein.

We accept the love we think we deserve.

 photo IMG_4294jpg_effected-001_zpsdcfe8b29.png
"That moment when you burst into tears in your room and you realize that no one knows how unhappy you are..."

There's no use in crying, all my tears won't drown my pain.

Wisst ihr, was mich richtig ankotzt? Dass Erwachsene ständig meinen, wir Jugendlichen hätten keine Probleme. Zumindest keine, die es ernstzunehmen gilt. Denn angeblich ist die „Jugend die schönste Zeit des Lebens“, sodass wir nicht das Recht haben zu behaupten, uns gehe es schlecht. Ja, vielleicht war das früher tatsächlich einmal der Fall. Vielleicht gab es wirklich eine Zeit, in der man seine Jugend noch genießen konnte, in der man frei war und das tat, was einen glücklich gemacht hat. Eine Zeit voller Abenteuer, voller Begeisterung und Lebensfreude. Vielleicht war das einmal die Realität, ich weiß es nicht. Aber liebe Erwachsene, heute sieht die Welt nun einmal anders aus.

Heute ist die Jugendzeit für manche die schlimmste Zeit ihres ganzen Lebens. Nicht für alle, aber für sehr viele. Zu viele. Sagt uns also niemals wieder, wir hätten hier das schönste Leben überhaupt, wenn ihr keine Ahnung davon habt, was manche von uns tagtäglich ertragen müssen. Denn wir sind  die Generation, die heute unter einem so krassen Druck steht, dass manche von uns unter dieser Last zu ersticken drohen. Wir sind die Generation, in der Mobbing so weit verbreitet ist wie noch nie zuvor, dank zahlreicher Medien und Netzwerke wie Facebook, Twitter & Co. Wir sind die Generation, von der immer mehr erwartet wird. Leistung, Leistung, Leistung. Von einer freien, unbeschwerten Persönlichkeitsentwicklung fehlt jede Spur. Inzwischen leben wir also in einer Welt, in der Kinder nicht mehr Kinder sein können und manche von ihnen irgendwann daran zerbrechen. Das nennt ihr ein "schönes Leben"?! Mensch, macht doch mal die Augen auf!

Materiell gesehen geht es uns gut, keine Frage. Sehr gut sogar. Wir haben alles, was man zum Leben braucht. Wir dürfen zur Schule gehen, haben genug zu essen und zu trinken und ein Dach über dem Kopf, sodass wir eigentlich keinen Grund haben, uns zu beschweren. Und dennoch tun wir es. Denn die Realität sieht leider anders aus. Wir leben heute in einer Welt, in der die Zahl der psychisch kranken Jugendlichen von Jahr zu Jahr immer größer wird. Eine Welt, in der Suizid die zweit häufigste Todesursache bei Jugendlichen ist. So gut kann es uns also gar nicht gehen, wie ihr immer behauptet. Oder glaubt ihr etwa, wir machen das aus Spaß? Weil wir so viel Langeweile haben? Ach, ihr habt doch keine Ahnung. Von nichts. Ich will damit nicht sagen, dass ihr keine Probleme habt, bitte nicht falsch verstehen. Ihr habt sicher genauso mit psychischen Krankheiten und negativen Erfahrungen zu kämpfen, wie wir. Aber das heißt noch lange nicht, dass unsere Probleme weniger schlimm sind. Wir wollen genauso ernst genommen werden wie ihr. Also wagt es niemals wieder, uns zu belächeln, wenn wir mal wieder mit Tränen in den Augen zugeben, dass es uns nicht gut geht. Probleme haben nichts mit dem Alter zu tun.

Natürlich haben auch viele von uns das Glück, dass sie nur mit den normalen pubertären Problemen klar kommen müssen und nebenbei ihre Jugendzeit genießen können. Aber dann gibt es auch einige, die mehr als das ertragen müssen. Die sich jeden Tag fragen, warum sie überhaupt noch weiter atmen, wenn doch sowieso alles egal ist. Die sich jeden Abend ins Bett legen, in der Hoffnung, am nächsten Tag nicht mehr aufzuwachen, weil das Leben für sie eine einzige Qual ist. Also nehmt uns doch verdammt nochmal ernst, mehr verlangen wir garnicht.

 photo teenageyears_zpsfedc3e71.jpg

Ganz egal was jetzt noch kommt

 photo flower_zps902fca97.jpg

Es ist gerade mitten in der Nacht, genau genommen 3:38 Uhr, und ich kann mal wieder nicht schlafen, wie so oft in letzter Zeit. Also sitze ich nun hier im Dunkeln in meinem Bett, höre ein paar alte Lieblingssongs, die mich an früher erinnern, und denke über so vieles nach, dass ich das Gefühl habe, mein Kopf steht kurz vor einer gewaltigen Explosion. Manchmal kann es ja wirklich ganz hilfreich sein ein nachdenklicher Mensch zu sein, aber manchmal verfluche ich diese verfluchte Eigenschaft einfach nur, besonders dann, wenn sie mich vom Schlafen abhält. Und was macht Paulinchen, wenn ihr Gehirn mal wieder von eine riesigen Gedankenflut überschwemmt wird und sie darin zu ersticken droht? Richtig, sie schreibt darüber. Deshalb tippe jetzt einfach mal darauf los, und schreibe das auf, was mir in den Sinn kommt.

In letzter Zeit mache ich mir ziemlich häufig Gedanken darüber, wer ich eigentlich bin und wer ich sein möchte. Ich meine, bin ich wirklich die, die ich bin oder bin ich vielleicht doch ganz anders? Vielleicht bin ich ja gar nicht die, für die mich alle halten. Denn manche Menschen glauben tatsächlich, sie würden mich kennen, aber das ist nicht wahr, denn keiner tut das. Keiner weiß, wer ich bin, wer ich wirklich bin. Nicht einmal ich selbst. Und doch gibt es manchmal Tage, an denen ich das Gefühl habe, endlich angekommen zu sein. Aber dann kommen auch wieder diese Momente, in denen ich nicht mehr weiß, wo oben und wo unten ist. Und genau diese fucking Identitätsprobleme gehen mir manchmal so auf den Geist, dass ich am liebsten alles an mir verändern möchte, was nur irgendwie möglich ist. So lange alles ausprobieren, bis ich wirklich genau weiß, was ich will und was nicht. Wisst ihr, seit einigen Tagen habe ich furchtbar große Lust darauf, mir meine Haare abzuschneiden, sie schwarz zu färben, mich tattoowieren und piercen zu lassen, einfach so, ganz spontan. Und wenn ich jetzt schon 18 wäre und alleine mit dem Auto durch die Gegend fahren dürfte, hätte ich das alles womöglich auch schon längst getan.

Wie gerne würde ich jetzt eure Gesichter sehen, haha. Denn die meisten von euch werden jetzt sicher denken, dass das nieeeeeemals zu mir passen würde. Aber jetzt mal im Ernst, was wisst ihr schon von mir? Woher wollt ihr wissen, was zu mir passt und was nicht, wenn ich es noch nie ausprobiert habe? Sag mir also niemals, wie ich zu sein habe, wenn du nicht die geringste Ahnung davon hast, wer ich bin. Und selbst wenn, es ist immer noch meine Sache, was ich mit mir selbst und meinem Körper anstelle. Solange ich mit mir selbst leben kann, ist doch alles ok. Wir sollten lieber auf das hören, was unser Herz uns sagt, und uns keine Gedanken darüber machen, was andere Menschen wohl über uns denken würden. Ist das nicht egal? Die Meinung anderer Menschen? Wir sollten unser eigenes Ding durchziehen, mehr nicht.

Außerdem haben sich schon so viele Menschen getäuscht, was meine Persönlichkeit und meinen Geschmack angeht. Ich höre beispielsweise für mein Leben gerne Metal, zwar nicht dieses heavige Zeug, aber trotzdem glotzen mich einige Menschen ungläubig an und sagen mir, dass das überhaupt nicht zu mir passt und sie niemals erwartet hätten, dass ich diese Art von Musik höre. Aber hey, mir gefällt es eben, genauso wie mir Piercings und Tattoos gefallen, egal, ob sie in den Augen anderer Menschen nun zu mir passen oder nicht. Ich muss mich damit identifizieren können, und das kann ich definitiv. Ich habe sogar das Gefühl, dass ich damit erst wirklich ich sein kann und ich mich vorher die ganze Zeit in mir selbst versteckt habe, anstatt zu zeigen, wer ich in Wirklichkeit bin. Tja, wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja bald mit einer Komplettveränderung wieder, haha. ;) Naja, genug gequatscht, ich sollte jetzt wirklich langsam mal schlafen gehen. Denn in wenigen Stunden sitze ich schon wieder in dieser ach-so-tollen Irrenanstalt names Schule und darf mich netterweise von irgendwelchen Lehrern vollquatschen lassen, während ich halbtot auf meinem Tisch liege und von meinem kuscheligen Bett träume. Schlaft gut, bis bald. ♥

« »