I am merely the product of the life that I've lived



2:24 Uhr. Ich sitze gerade mit ein bisschen guter Musik daußen auf der Terrasse, starre in die Dunkelheit und genieße die stille Nacht, die bitte niemals vorrüber gehen soll... Als ich eben durch mein altes Tagebuch geblättert habe, ist mir mal wieder aufgefallen, wie sehr ich mich in diesem einen Jahr doch verändert habe, wie anders ich geworden bin.. So anders, dass es fast schon unheimlich erscheint. Ich hätte wirklich niemals gedacht, dass ich irgendwann der Mensch sein werde, der ich heute bin. Ein lachender, lebender, liebender Mensch. Ohne Angst vor dem Leben. Und ohne Angst vor dem Nicht-Leben. Es ist doch irgendwie ganz schön seltsam, was Glück mit einem Menschen machen kann, vor allem dann, wenn er davor nur die Finsternis kannte. Dieses "damals", als ich mir selbst gegenüber ein riesiges Monster sein konnte, gibt es nun nicht mehr. Es hat sich aufgelöst, ist in meinem Glück ertrunken. Ja, ich habe es getötet. Ich habe den Schmerz getötet, der mich jahrelang innerlich verletzt und mein Leben mit einer giftigen Mischung aus Einsamkeit und Leere bis zur völligen Gefühlskälte betäubt hat. Es ist vorbei. Der Albtraum ist Vergangenheit.

I want someone to be afraid of losing me.

 photo peace_zpsebde308c.jpg

Und plötzlich bist du so fucking glücklich, dass du vor lauter Glück zu weinen beginnst und am liebsten der ganzen Welt mitteilen möchtest, wie gut es dir doch geht. Dieses unbeschreibliche Gefühl, endlich wieder lachen zu können, obwohl du die Hoffnung auf ein schönes Leben schon längst aufgegeben hattest. Und wisst ihr was? Ich habe es geschafft. Nach all' den dunklen Jahren voller Traurigkeit ist mein Leben nun wieder lebenswert.
« »