I wish I can be the one you could be proud of

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Familienfeier. Es wird gelacht, geschrien und getrunken. Und ich sitze mitten drin. Starre still vor mich hin und beobachte schweigend diese Menschen, die anscheinend zu meiner Familie gehören. Denn wenn es nicht so wäre, würden sie ja wohl kaum hier sitzen. Alles ist prima, alles okay. Bis die Frage endlich ausgesprochen wird, auf die ich schon den ganzen Abend warte: "Warum bist du so ruhig? Sag' doch auch mal was." Ich lache. "Ach, ich bin einfach nur müde." Wie immer. Die einzige Antwort, die immer passt. Ich bin müde. Damit müssen sie sich zufrieden geben. Doch ich weiß, was sie wirklich denken. Sie glauben, ich sei die langweiligste und dümmste Person, die diesen Planeten je betreten hat. Mit so einer brauch man sich ja erst gar nicht unterhalten, die hat eh nichts zu erzählen. Als würden sie mich besser kennen als jeder andere. Sie kennen meinen Namen, mehr nicht. Für sie bin ich das langweilige Mädchen, das kaum redet und tausend Bücher liest. Mehr bin ich nicht. Wenn sie nur wüssten, was sich währenddessen alles in meinem chaotischen Kopf abspielt .. Dann würden sie kein Wort mehr darüber verlieren. Kein einziges Wort. Doch da meine Familie weder magische Fähigkeiten besitzt noch mein Tagebuch durchblättern kann, lasse ich sie im Glauben, ich sei ein bisschen verrückt im Kopf. Es ist ja auch so merkwürdig, nicht auf Partys zu gehen. Da kann man ja nur eine scheiß Langweilerin sein .. Was denn auch sonst? Menschen wie ich können ja überhaupt kein interessantes Leben führen, das ist unmöglich. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, stimmt's? Man kann's ja mal versuchen und mich vollquatschen, wie schön es doch ist, wegzugehen und unter Menschen zu sein. Bla bla bla. Sinnloses Gerede, das man sich auch ganz einfach sparen kann. Denn damit erreichst du rein gar nichts. Abgesehen davon, dass du mir das furchtbare Gefühl gibst, vollkommen wertlos zu sein. Herzlichen Dank auch.

Unsichtbar brichst du zusammen.

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Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir alles zu viel wird. Auf der einen Seite möchte ich diese verdammte Bloggerwelt und mit ihr das ganze Internet am liebsten zerreißen und erwürgen, wenn ich mal wieder zu viel Zeit damit verschwende. Doch auf der anderen Seite danke ich Gott, dass es diese virtuelle Welt überhaupt gibt. - Auch wenn ich nicht an diesen mysteriösen Typ glaube. Denn sie hilft mir, mit allem klar zu kommen und ohne sie wäre ich jetzt nicht der Mensch, der ich heute bin. Ich wäre wohl immer noch das kleine dumme Mädchen von damals, das fest davon überzeugt ist, falsch zu sein. Dank euch weiß ich, dass es nicht so ist. Denn ihr habt mir gezeigt, dass es okay ist, alleine zu sein. Ihr gebt mir das Gefühl, etwas wert zu sein, auch wenn ich selbst nicht daran glaube. Ich danke euch von ganzem Herzen, dass ich meine wirren Gedanken und meine kleine Welt mit euch teilen darf.

Doch manchmal nimmt mir das Internet alles, was ich noch habe: Meine Zeit. Und Zeit ist so wertvoll, dass eigentlich jeder von uns besonders darauf Acht geben sollte. Und dennoch verschwenden wie sie einfach so, als hätten wir genug davon. Ich will nicht mehr mit ansehen, wie jede einzelne Sekunde vor mir weg läuft. Nein, ich möchte mir ihr weglaufen. Doch ich bin ja selbst Schuld. Weshalb setze ich mich überhaupt erst vor den Laptop und beginne, einen neuen Eintrag zu schreiben? Hm, vielleicht weil ich es brauche, wie die Luft zum Atmen. Und das ist okay. Doch manchmal geht es einfach nicht mehr. Ich schreibe neue Einträge, bearbeite Bilder, beantworte eure Fragen und Nachrichten, die unendlich viel Zeit in Anspruch nehmen, und ich helfe immer, wo ich nur kann. Doch immer mehr Fragen prasseln auf mich ein und ich weiß nicht mehr, wann ich das alles schaffen soll. Ich muss mich auch um mein Leben kümmern, so gerne ich euch auch mit allem helfen möchte. Aber es geht so echt nicht mehr weiter, glaubt mir.

Dieser Druck, der auf einem lastet, nimmt einem die Lust weiterzumachen. Glaubt mir, ich war schon einige Male kurz davor, das Internet komplett aus meinem Leben zu verbannen. Doch zum Glück habe ich das nie wirklich getan, denn ihr würdet mir unheimlich fehlen. Menschen, die mich zum Nachdenken anregen, die sich mit mir austauschen und die Macht haben, mein großes Gedankenchaos in Ordnung zu bringen. & das möchte ich einfach nicht aufgeben, dafür seid ihr und das Bloggen mir viel zu wichtig.

Ich möchte weder das Internet komplett auslöschen, noch genauso weitermachen wie bisher. Es muss sich etwas ändern, sofort. Ich bin am überlegen, ob ich meinen Tutorialblog löschen soll, da es mir einfach zu viel wird, regelmäßig neue Tutorials zu verfassen, die mir unwahrscheinlich viel Zeit kosten. Und ich glaube auch nicht, dass ich weiterhin Designs zum Download anbieten werde, da es scheiße viel Aufwand ist und was ist der Dank dafür? Das Copyright wird entfernt und als eigene Arbeit ausgegeben. Und das ist wirklich nicht das, was ich eigentlich damit erreichen wollte. Ich wollte euch damit eine Freude machen, da ich weiß, dass einige sich nicht mit HTML auskennen und ich ihnen dadurch ermöglichen wollte, dennoch ein schönes Design zu besitzen. Doch das ist nicht der Hauptgrund, weshalb ich damit aufhören möchte: Meine Zeit, wie ihr euch schon denken könnt. Ich meine, was habe ich denn davon, mehrere Tage von morgens bis abends vor'm Bildschirm zu sitzen, sämtliche Codes zu durchwühlen, Rückenschmerzen zu bekommen und die Nacht durchzumachen, nur damit ihr euren Blog ein wenig aufhübschen könnt? Ich verschwende meine Zeit. Und das will ich nicht mehr. Wisst ihr, was ich in diesen vielen Stunden alles hätte machen können? Bücher lesen, Texte schreiben, über die wirklich wichtigen Dinge im Leben nachdenken, die Natur bewundern, fotografieren, mein Leben aufräumen, Dokumentationen ansehen und neues erfahren. Ich könnte jetzt so viel schlauer sein, wenn ich meine Zeit doch nur in sinnvollere Dinge investiert hätte. Aber das habe ich nicht. Und das bereue ich zu tiefst. Doch noch ist nichts verloren, denn ich werde jetzt anfangen, meine Zeit sinnvoll einzuteilen. Es gibt so viele Dinge, die ich noch lernen möchte. Doch wenn ich meine Wochenenden damit verbringe, bis nur für euch zu "arbeiten", gelingt mir das nicht. Das Leben ist verdammt kurz, und da ich gezwungen bin, dieses Leben irgendwie anzunehmen, muss ich selbst entscheiden, wie ich es gestalten und leben möchte.

Entschuldigt mich bitte, falls euch meine Gedanken ein klein wenig verdreht und durcheinander vorkommen, aber genauso sieht es in meinem Kopf aus. Ich bin wütend. Wütend auf die Welt und mich selbst, weil ich es in den letzten Jahren nicht hinbekommen habe, mein Leben zu genießen. Ich verschwende meine verdammte Zeit. Ich will das nicht mehr. Ihr fragt euch sicher, weshalb ich denn nicht einfach anfange, etwas zu ändern. Ganz einfach: Aus Angst, es nicht zu schaffen. Ich habe schon so oft versucht, mein Leben zu ordnen, mir eine feste Tagesstruktur zuzulegen und ein bisschen mehr auf mich selbst achten. Doch immer wieder bin ich gescheitert. Ja, mein Tagebuch wimmelt nur so von Einträgen über meine unendlich vielen "Neuanfänge", die bisher alle im Meer versunken sind. Doch dieser Neuanfang ist echt. Ich werde es durchziehen. Ganz bestimmt. Denn ich glaube an mich.

Dieser Blog wird weiterhin so bestehen, wie ihr ihn kennt. Mit Fotografien, Musik und seltsamen Gedanken, die ich versuche, in Worte zu fassen. Ich blogge aus Leidenschaft und nicht weil, ich viele Leser habe, die unterhalten werden möchten. Ich danke wirklich jedem einzelnen von euch, der meinen Blog liest, aber das hier ist mein Blog. Ich blogge für mich, um meinem Leben einen Sinn zu geben, um nachzudenken und mich entfalten zu können. Doch ich entscheide, wann und wie oft ich blogge, klar? Ich möchte nie wieder die Frage lesen müssen, wann denn wieder ein Eintrag kommt von mir. Ich blogge nur dann, wenn ich es möchte.

Das ist auch der Grund, weshalb man in den letzten Tagen auf formspring und auf Twitter nicht so viel von mir lesen konnte. Ich habe mich an mein Schreibtisch gesetzt, ohne Laptop, und habe ein bisschen gelernt. Und das war gut, ehrlich. Diese Welt ist so unglaublich interessant, dass ich gar nicht weiß, was ich als erstes lernen möchte. Ich habe tausend Fachbücher in meinem Regal stehen, von denen ich erst weniger als die Hälfte gelesen habe. Doch das wird nun sich ändern. Auf geht's in die Schlacht, Freunde!

P.S. Die kleine Kritik an euch, die in diesem Text zu finden ist, geht natürlich nicht an jeden von euch. Aber diejenigen, die ich damit meine, werden sich hoffentlich angesprochen fühlen, auch wenn ich das keineswegs "böse" meine. Jeder macht Fehler und denkt nicht darüber nach. Und dennoch: Ich habe die besten Leser der Welt. So, aber Schluss jetzt mit diesem wirren Gedankenchaos. 

Wenn ich fühle, dass ich lebe, will ich lauter schreien

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Wie mich diese beschissene Welt manchmal zum kotzen bringt, ehrlich. Kein Wunder, dass wir uns selbst immer weiter zerstören, wenn jeder seine Gefühle unterdrückt, um glücklich zu wirken. Bloß keine Schwäche zeigen, einfach nur stark sein. 24h am Tag. Ja, darum geht es doch hier überall. Das eigene Seelenleben spielt sich doch nur noch tief in unserem Inneren ab, still und heimlich, sodass niemand den Sturm bemerkt. Denn Schwäche wird in unserer kalten Gesellschaft natürlich nicht gerne gesehen. Pure Kontrolle, das ist alles, was zählt. Es ist ja so schrecklich und unmenschlich, vor Anderen zu weinen, ja ja. Doch keiner wehrt sich, denn es ist so einfach, allen etwas vorzuspielen. Jeder beherrscht seine Rolle so perfekt, dass keiner mehr zwischen "richtig" und "falsch" entscheiden kann. Wir packen alle Gefühle und werfen sie in unser tiefstes Gefängnis, unser Herz. Doch dort vermehren sie sich immer weiter, ohne, dass man etwas davon spürt. Aber irgendwann wird die Luft immer knapper und knapper, sodass man irgendwann daran erstickt und das Herz in tausend Stücke zerreißt. Nervenzusammenbruch.

Schluss. Aus. Ende.

Keiner darf aus der Reihe tanzen. Keiner darf anders sein. Sonst wird man auf der Stelle von der Menschheit gepackt und zu Boden gerissen. Da hält man sich doch lieber zurück und benimmt sich wie alle Andere. Egal, ob man sich damit kaputt macht oder nicht. Hauptsache nicht auffallen und Zielscheibe der Menschen werden. So sieht's doch nämlich aus. Und sowas nennt sich Freiheit? Von wegen!

There's just too much that time cannot erase



Psssssst,“ ein fernes Zischen und doch so nah, dass sie jeden einzelnen Buchstaben deutlich hören kann. Verwirrt blickt sie sich um, aber da ist niemand. Keine einzige Menschenseele. Und doch wird sie das Gefühl nicht los, beobachtet zu werden. „Ist da jemand?“, flüstert sie ängstlich in die Nacht hinein. Aber sie bekommt keine Antwort. Doch plötzlich steht er direkt hinter ihr. Sie spürt seinen eiskalten Atem auf ihrem Körper. Gänsehaut. Panik. Stille. Er legt seine schwarzen Klauen um ihren Hals und drückt kräftig zu. Er ist so unendlich stark. Stärker als alle Menschen auf der ganzen Welt zusammen. Ihr Herz beginnt zu rasen als wäre es auf der Flucht. Sie versucht seine Hände zu packen und von sich zu reißen, doch sie greift ins Leere. Denn Hass hat keine Gestalt. Er existiert nur in unseren Köpfen, in Wahrheit gibt es ihn überhaupt nicht. Und dennoch fühlen wir ihn. Wir fühlen ihn so intensiv, dass die Welt um unsverblasst. Ein so tiefer Schmerz, dass wir an nichts anderes mehr denken können. Außer daran, wie weh es tut ..

Es schreit in meinem Kopf und es hört nicht auf.

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Jeden Tag ignorieren wir, wie kaputt und zerstört diese Welt doch ist. Sie ist schon längst nicht mehr lebendig. Aber war sie das überhaupt jemals? Wozu leben wir denn überhaupt noch, wenn jeder kurz davor ist einen Krieg gegen sich selbst anzufangen? Innerlich sind wir doch sowieso schon alle völlig kalt und tot. Was ist das für eine Welt, in der man hassen muss, um zu überleben? Was ist das für eine Welt, in der man schweigend zusieht, wie sie immer weiter von Lügen erfüllt wird? Das ist doch zum kotzen.
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