In the end we only regret the chances we didn't take.

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W i r   s i n d   s o   a n d e r s   g e w o r d e n.   D o c h   u n s e r e   Z e i t   i s t   a b g e l a u f e n.   E s   i s t   v o r b e i .

I am merely the product of the life that I've lived



2:24 Uhr. Ich sitze gerade mit ein bisschen guter Musik daußen auf der Terrasse, starre in die Dunkelheit und genieße die stille Nacht, die bitte niemals vorrüber gehen soll... Als ich eben durch mein altes Tagebuch geblättert habe, ist mir mal wieder aufgefallen, wie sehr ich mich in diesem einen Jahr doch verändert habe, wie anders ich geworden bin.. So anders, dass es fast schon unheimlich erscheint. Ich hätte wirklich niemals gedacht, dass ich irgendwann der Mensch sein werde, der ich heute bin. Ein lachender, lebender, liebender Mensch. Ohne Angst vor dem Leben. Und ohne Angst vor dem Nicht-Leben. Es ist doch irgendwie ganz schön seltsam, was Glück mit einem Menschen machen kann, vor allem dann, wenn er davor nur die Finsternis kannte. Dieses "damals", als ich mir selbst gegenüber ein riesiges Monster sein konnte, gibt es nun nicht mehr. Es hat sich aufgelöst, ist in meinem Glück ertrunken. Ja, ich habe es getötet. Ich habe den Schmerz getötet, der mich jahrelang innerlich verletzt und mein Leben mit einer giftigen Mischung aus Einsamkeit und Leere bis zur völligen Gefühlskälte betäubt hat. Es ist vorbei. Der Albtraum ist Vergangenheit.

I want someone to be afraid of losing me.

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Und plötzlich bist du so fucking glücklich, dass du vor lauter Glück zu weinen beginnst und am liebsten der ganzen Welt mitteilen möchtest, wie gut es dir doch geht. Dieses unbeschreibliche Gefühl, endlich wieder lachen zu können, obwohl du die Hoffnung auf ein schönes Leben schon längst aufgegeben hattest. Und wisst ihr was? Ich habe es geschafft. Nach all' den dunklen Jahren voller Traurigkeit ist mein Leben nun wieder lebenswert.

I feel like a stranger in this world

So viele Nächte ohne Schlaf. Und so viele Nächte ohne dich. Dabei wünsche ich mir so sehr, dass du jetzt bei mir wärst. Hier, neben mir. Wir würden gemeinsam in die Dunkelheit starren und uns so verdammt viel erzählen, dass eine einzige Nacht wohl niemals ausreichen würde. Wir würden über das Leben philosophieren, und vielleicht auch ein bisschen über den Tod. Wir würden über das reden, was in uns vorgeht, was wir denken, was wir fühlen. Wir können einfach so sein, wie wir sind, ohne uns verstellen zu müssen. Wir können für einen Moment unsere schweren Masken ablegen, die Tag für Tag auf unseren traurigen Gesichtern sitzen, sodass alle um uns herum glauben, dass es uns gut gehe. Damit niemand merkt, wie dunkel unser Herz in all' diesen schwarzen Jahren geworden ist. Und dann.. dann würde ich dir von den Monstern in meinem Kopf erzählen. Und du.. du würdest sie mit einem einzigen Wort für immer vertreiben. Doch dann mache ich die Augen auf.. und bin alleine. Wie jede Nacht. Wie jede verdammt Nacht, in der ich hellwach in meinem Bett liege und mir vorstelle, wie es wäre, wenn du jetzt bei mir wärst und ich dir alles über mich erzählen könnte. Alles, was ich bin. Ich bin nicht nur der Mensch, den du täglich siehst. Ich bin so viel mehr als das. Und du hast die Chance herauszufinden wer ich wirklich bin. Nutze sie. Irgendwann wird es zu spät sein.

We accept the love we think we deserve.

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"That moment when you burst into tears in your room and you realize that no one knows how unhappy you are..."

There's no use in crying, all my tears won't drown my pain.

Wisst ihr, was mich richtig ankotzt? Dass Erwachsene ständig meinen, wir Jugendlichen hätten keine Probleme. Zumindest keine, die es ernstzunehmen gilt. Denn angeblich ist die „Jugend die schönste Zeit des Lebens“, sodass wir nicht das Recht haben zu behaupten, uns gehe es schlecht. Ja, vielleicht war das früher tatsächlich einmal der Fall. Vielleicht gab es wirklich eine Zeit, in der man seine Jugend noch genießen konnte, in der man frei war und das tat, was einen glücklich gemacht hat. Eine Zeit voller Abenteuer, voller Begeisterung und Lebensfreude. Vielleicht war das einmal die Realität, ich weiß es nicht. Aber liebe Erwachsene, heute sieht die Welt nun einmal anders aus.

Heute ist die Jugendzeit für manche die schlimmste Zeit ihres ganzen Lebens. Nicht für alle, aber für sehr viele. Zu viele. Sagt uns also niemals wieder, wir hätten hier das schönste Leben überhaupt, wenn ihr keine Ahnung davon habt, was manche von uns tagtäglich ertragen müssen. Denn wir sind  die Generation, die heute unter einem so krassen Druck steht, dass manche von uns unter dieser Last zu ersticken drohen. Wir sind die Generation, in der Mobbing so weit verbreitet ist wie noch nie zuvor, dank zahlreicher Medien und Netzwerke wie Facebook, Twitter & Co. Wir sind die Generation, von der immer mehr erwartet wird. Leistung, Leistung, Leistung. Von einer freien, unbeschwerten Persönlichkeitsentwicklung fehlt jede Spur. Inzwischen leben wir also in einer Welt, in der Kinder nicht mehr Kinder sein können und manche von ihnen irgendwann daran zerbrechen. Das nennt ihr ein "schönes Leben"?! Mensch, macht doch mal die Augen auf!

Materiell gesehen geht es uns gut, keine Frage. Sehr gut sogar. Wir haben alles, was man zum Leben braucht. Wir dürfen zur Schule gehen, haben genug zu essen und zu trinken und ein Dach über dem Kopf, sodass wir eigentlich keinen Grund haben, uns zu beschweren. Und dennoch tun wir es. Denn die Realität sieht leider anders aus. Wir leben heute in einer Welt, in der die Zahl der psychisch kranken Jugendlichen von Jahr zu Jahr immer größer wird. Eine Welt, in der Suizid die zweit häufigste Todesursache bei Jugendlichen ist. So gut kann es uns also gar nicht gehen, wie ihr immer behauptet. Oder glaubt ihr etwa, wir machen das aus Spaß? Weil wir so viel Langeweile haben? Ach, ihr habt doch keine Ahnung. Von nichts. Ich will damit nicht sagen, dass ihr keine Probleme habt, bitte nicht falsch verstehen. Ihr habt sicher genauso mit psychischen Krankheiten und negativen Erfahrungen zu kämpfen, wie wir. Aber das heißt noch lange nicht, dass unsere Probleme weniger schlimm sind. Wir wollen genauso ernst genommen werden wie ihr. Also wagt es niemals wieder, uns zu belächeln, wenn wir mal wieder mit Tränen in den Augen zugeben, dass es uns nicht gut geht. Probleme haben nichts mit dem Alter zu tun.

Natürlich haben auch viele von uns das Glück, dass sie nur mit den normalen pubertären Problemen klar kommen müssen und nebenbei ihre Jugendzeit genießen können. Aber dann gibt es auch einige, die mehr als das ertragen müssen. Die sich jeden Tag fragen, warum sie überhaupt noch weiter atmen, wenn doch sowieso alles egal ist. Die sich jeden Abend ins Bett legen, in der Hoffnung, am nächsten Tag nicht mehr aufzuwachen, weil das Leben für sie eine einzige Qual ist. Also nehmt uns doch verdammt nochmal ernst, mehr verlangen wir garnicht.

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